Grundlagen
Was ist Shilajit?
Ein dunkles Harz aus dem Hochgebirge, bei uns auch als Mumijo bekannt. Woher es kommt, was drinsteckt und wie es rechtlich einzuordnen ist.

Kurz gesagt
Shilajit ist eine dunkle, harzartige Masse, die in Felsspalten im Hochgebirge entsteht, vor allem in Asien. Sie bildet sich über sehr lange Zeit aus zersetzten Pflanzenresten. In Deutschland kennt man es auch unter dem Namen Mumijo. Verkauft wird es hier als Nahrungsergänzungsmittel.
1.000–5.000 m
typische Fundhöhe
60–80 %
Humin- und Fulvosäuren im organischen Teil
80+
in Analysen gefundene Elemente
Wer Shilajit zum ersten Mal sieht, denkt eher an Teer als an ein Nahrungsergänzungsmittel: schwarzbraun, zäh, glänzend. Trotzdem wird es seit Jahrhunderten in der traditionellen Medizin Asiens verwendet und ist in den letzten Jahren auch bei uns ziemlich bekannt geworden.
Woher kommt Shilajit?
Shilajit tritt in Gebirgen wie dem Himalaya, dem Altai und dem Kaukasus aus Felsspalten aus, meist in Höhen zwischen 1.000 und 5.000 Metern. Auch aus Kasachstan, Kirgistan, Tibet und Usbekistan wird es gewonnen. Es entsteht über sehr lange Zeiträume, wenn Pflanzenreste, Flechten und Harze von Mikroorganismen zersetzt werden. Gesammelt wird es von Hand und anschließend gereinigt, üblicherweise durch Erhitzen und Filtern.
Der Name stammt aus dem Sanskrit und wird oft mit „Bezwinger der Felsen“ übersetzt. In Russland und Zentralasien heißt es Mumijo, daher kommt auch der Name, unter dem es in Deutschland lange verkauft wurde. Ob das dasselbe ist, klären wir unter Mumijo oder Shilajit.

Was steckt drin?
Humin- und Fulvosäuren
Der organische Teil besteht zu einem großen Teil daraus, nach Angaben von PTAheute rund 60 bis 80 Prozent.
Pflanzenstoffe
Dazu kommen sogenannte Dibenzo-alpha-Pyrone, Eiweißbausteine und weitere Pflanzenstoffe.
Mineralstoffe
Über 80 Elemente, darunter Eisen, Magnesium und Zink, meist aber in so kleinen Mengen, dass sie für deine Versorgung kaum eine Rolle spielen.
Wichtig: Die Zusammensetzung schwankt stark, je nachdem, wo und wie das Shilajit gewonnen und gereinigt wurde. Zwei Produkte mit demselben Namen können also ziemlich unterschiedlich sein.
Wie wird Shilajit traditionell verwendet?
Im Ayurveda gilt Shilajit als sogenanntes Rasayana, also als Mittel zur Stärkung und Verjüngung. Es wurde dort unter anderem bei Erschöpfung, Verdauungsbeschwerden und Fruchtbarkeitsproblemen eingesetzt, auch die Unani-Medizin kennt es. Beide Traditionen betonen übrigens, wie wichtig eine sorgfältige Reinigung ist.
Traditionelle Verwendung ist allerdings kein Wirknachweis. Was moderne Studien bisher zeigen, und was nicht, haben wir unter Shilajit Wirkung zusammengefasst.
Ist Shilajit in Deutschland erlaubt?
Ja, als Nahrungsergänzungsmittel darf es verkauft werden. Im Novel-Food-Katalog der EU ist Shilajit mit dem Vermerk gelistet, dass es nur in Nahrungsergänzungsmitteln nicht als neuartig gilt. In normalen Lebensmitteln bräuchte es dagegen eine eigene Zulassung. Gesundheitsbezogene Werbeaussagen sind für Shilajit in der EU nicht zugelassen.
In welcher Form gibt es Shilajit?
Am ursprünglichsten ist das Harz, auch Resin genannt, das du in warmem Wasser oder Tee auflöst. Daneben gibt es Kapseln, Pulver und Gummies. Welche Form für wen passt, steht unter Resin oder Kapseln, und worauf du beim Kauf achten solltest, unter Shilajit kaufen.

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Quellen
- PTAheute: Shilajit – ein Superfood aus dem Himalaya? (Oktober 2025)
- Verbraucherzentrale: Mumijo bei Darmproblemen? (Stand: Oktober 2026)